Kombiwetten Tipps heute 2026 – Anleitung mit Kostenrechnung
Inhaltsverzeichnis
Der Wunsch hinter dieser Suche ist ein fertiger Zettel für heute Abend. Was daraus werden kann, ist eine begründete Annahme über den Ausgang – nicht mehr. Kombiwetten sind in der Schweiz kein freies Feld: Wer hier legal auf eine Kombination setzen will, landet bei Swisslos mit Sporttip oder bei der Loterie Romande mit Jouez Sport, je nach Wohnkanton. Alles andere ist ein Angebot ohne Schweizer Bewilligung.
Stand: 31 Oktober 2026, geprüft gegen die Spielregeln und Teilnahmebedingungen von Sporttip (Version 4.2), das Règlement Jouez Sport (17. Ausgabe) und die Bedingungen für die Online-Teilnahme bei Swisslos.
Wie eine Kombination aus Einzelquoten entsteht
Eine Kombiwette ist eine Kette. Zwei bis zehn Voraussagen, alle müssen eintreffen, und die Gesamtquote ist das Produkt der Einzelquoten. Wer drei Partien mit je Quote 2.00 verbindet, steht bei 8.00 und nicht bei 6.00 – Addieren wäre die Rechnung für ein anderes Produkt. Deshalb fühlt sich die Kombination beim Ausfüllen grosszügig an und beim Auswerten kleinlich.

Die Verkettung ist auch der Ort, an dem der Buchhalter im Hintergrund am meisten verdient. Bei einer Einzelwette trägt der Anbieter das Risiko eines Ereignisses; bei einer Kombination trägt er zehn kleine. Für den Wettenden heisst das: die Auszahlungsquote eines Marktes wird nicht einmal fällig, sondern mit jeder angehängten Voraussage erneut. Aus einem einzelnen Markt mit fünf Prozent Abzug wird in der Kette eine Wette, in der bereits fünf Mal fünf Prozent stecken.
Was Sporttip aus Sicht des Spielers trotzdem attraktiv macht, sind die Regeln an den Rändern. Wird ein Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn nachgeholt, ist die Wette ungültig; in der Kombination erhält die betroffene Voraussage Quote 1.00, die restliche Kette lebt weiter. Auf den ersten Blick ein Detail – praktisch ist es die einzige Rettung eines Zettels, der sonst an einem abgesagten Spiel zerbricht. In der Einzelwette gibt es dafür Geld zurück, in der Kombination gibt es nur ein Glied weniger. Achtung: Ein abgesagtes Spiel gegen ein anderes zu tauschen, ist keine Option, die das Reglement kennt.
Die reguläre Spielzeit umfasst bei Sporttip die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit. Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist. Das ist die häufigste Ursache für einen Zettel, den man «eigentlich» gewonnen hat: Ein Cupspiel endet nach 90 Minuten 1:1, die Verlängerung macht daraus 3:1, und die Kombination mit «Heimsieg» ist trotzdem verloren.
Was Sporttip wertet, wenn die Wette zu spät ankommt
Bei Livewetten zählt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, erhalten Quote 1.00. Zusätzlich kann Swisslos in spielentscheidenden Situationen – Elfmeter, Rote Karte, Videoschiedsrichter-Entscheid – Wetten mit Quote 1.00 werten. Der Mechanismus schützt den Anbieter vor dem Zuschauer, der auf dem Sofa schon weiss, wie es ausging, und schneller tippt als die Leitung nach Zürich braucht. Die praktische Folge für alle anderen: In einer Kombination aus acht Partien kann eine einzige Live-Position auf 1.00 gestellt werden, und der Zettel verliert nicht nur einen Teil der Quote, sondern proportional den ganzen Aufbau darüber. Wer live kombiniert, sollte die Finger still halten, während ein Elfmeter läuft.

Wie sich der Gewinn einer Kombination berechnet
Der Gewinnbetrag einer Sporttip-Wette ergibt sich aus Einsatz mal Quote, bei Kombinationen aus Einsatz mal Gesamtquote – dem Produkt der Einzelquoten. Danach folgt die eigene Bürokratie des Veranstalters: zuerst Aufrunden auf zwei Nachkommastellen, dann Abrunden auf fünf Rappen genau. Auf einen Fünfer rundet das niemanden an den Rand des Ruins, aber es erklärt, warum in der Sporttip-App Beträge stehen, die kein normaler Taschenrechner ausspuckt.
Anschaulich wird es bei einer Kombination aus fünf Voraussagen. Angenommen – und das ist eine Beispielrechnung, keine hier geltende Quote – es stehen 1.90, 1.90, 1.90, 1.90 und 1.90 auf dem Zettel. Die Gesamtquote ist dann 24'761, der Einsatz CHF 20 ergibt einen möglichen Gewinn von rund CHF 495. Klingt nach einem Abend, den man erzählt. Nur: Fünf Ereignisse mit je 90 Prozent Trefferwahrscheinlichkeit – das ist schon grosszügig – treffen gemeinsam in 59 von 100 Fällen. Die Quote sagt nichts darüber, wie oft sie eintrifft. Das ist die Regel, die der ganze Abschnitt umkreist, und sie kostet mehr Zettel als jede falsche Vorhersage.
In der anderen Richtung schützt der Deckel. Bei Jouez Sport beträgt der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette CHF 300'000 und für alle Gewinne eines Multiples zusammen CHF 1'000'000. Eine Kombiwette umfasst dort 2 bis 10 Voraussagen; die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombi muss mindestens 1.10 betragen und darf 100'000 nicht übersteigen. Wer sich eine Fünfzehner-Kette als Weg zum Eigenheim ausgemalt hat, findet bei Swisslos ein anderes Limit: der Einsatz ist dort auf CHF 1'000 pro Einzel- oder Kombinationswette gedeckelt (CHF 10'000 bei einer Systemwette, CHF 1 Mindesteinsatz). Beide Häuser decken also nach oben – das eine beim Auszahlungsbetrag, das andere beim Einsatz.
Kombination, Einzelwette und Systemwette im Vergleich
Der Unterschied ist nicht Geschmack, sondern Mathematik. Die Einzelwette bezahlt den vollen Preis eines Ereignisses und verliert einmal. Die Kombination bezahlt mehr und verliert öfter. Die Systemwette liegt dazwischen: Mehrere Kombinationen aus denselben Voraussagen werden gebündelt, und ein einzelner Fehlgriff vernichtet nicht mehr automatisch den gesamten Zettel. Dafür sinkt die Quote, und der Einsatz steigt, weil jede Teilkombination gerechnet wird.
Wer CHF 1 spielt, merkt diesen Unterschied nicht. Wer CHF 200 auf einen Zettel legt, merkt ihn sofort. Bei Swisslos zahlt eine Systemwette mit CHF 10'000 Einsatz nicht CHF 10'000 an einen Traum, sondern verteilt das Geld über die Teilschienen – das ist weniger Chance, aber auch weniger Totalverlust, und die Variante für alle, die es nicht mehr als einen Einsatz pro Monat betrachten.
Die Kombi ist kein anderer Markt als die Einzelwette, sondern ein Bündel derselben Märkte. Die Quoten, die an den einzelnen Begegnungen hängen, bleiben beim Stapeln die gleichen. Deshalb findet man die «sicheren Kombiwetten» nicht, indem man lange sucht, sondern gar nicht: Die Sicherheit sitzt nie in der Kombination, sie sitzt höchstens in der Wahrscheinlichkeit eines einzelnen Glieds – und die Verbindung mehrerer Glieder macht daraus ein Produkt von Wahrscheinlichkeiten unter 1.
Kombiwetten-Rechner: Quoten und was der Buchhalter behält
Die bequemste Erfindung des Wettmarktes ist der Kombirechner, weil er die Multiplikation abnimmt. Eine eigene Rechnung braucht niemand für die Gesamtquote – Einsatz mal Gesamtquote, und die App zeigt sogar das gerundete Resultat. Was der Rechner nicht zeigt, ist der Teil, der vor der Wette abgezogen wird.
Nehmen wir einen illustrativen Zweiwegemarkt mit Quoten von je 1.90 – eine Beispielrechnung, kein hier geltender Preis. Der Quotenschlüssel liegt bei 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90), also bei rund 95 Prozent. Die Marge ist der Rest: rund 5 Prozent. Das ist ein Zwischenergebnis für einen einzelnen Markt und nicht für einen Zettel, denn bei sieben angehängten Gliedern zieht sich dieser Abzug sieben Mal durch den Wert des Einsatzes. Über fünf Voraussagen summiert sich der Abzug bereits auf gut ein Viertel des Einsatzes – statistisch gerechnet, über viele Wetten, nicht garantiert bei der einzelnen.
Diese Bandbreite ist der ehrlichste Satz, den man über Kombimargen sagen kann: Bei einfachen Zweiwegemärkten liegt der Abzug je Markt in der Gegend von fünf Prozent, bei Märkten mit mehr als zwei Ausgängen, besonders mit Handicaps und Spezialmärkten, liegt er typischerweise höher. Wie hoch, hängt am konkreten Markt am konkreten Tag – und die Kombination ist der Multiplikator dieser ohnehin unsichtbaren Zahl.
Die Schweizer Veranstalter im Vergleich
In der Schweiz sind es zwei. Nicht zwei von vielen, nicht zwei weil sich die anderen noch nicht beworben haben, sondern zwei, weil die Kantone die Zahl der Veranstalter für Lotterien und Sportwetten gedeckelt haben. Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport. Daran ändert keine Werbung auf einem Trikot der europäischen Ligen etwas, und deshalb stehen auf jedem Vergleich dieser Art zwei Spalten, die einander in der Struktur gleichen und sich im Servicegebiet unterscheiden.
| Brand | Bewilligungsstatus in der Schweiz | Veranstalter bzw. gemeldete Bewilligung |
|---|---|---|
| Swisslos Sporttip | Swisslos Sporttip | Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung nach BGS |
| Loterie Romande Jouez Sport | Loterie Romande Jouez Sport | Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung nach BGS |
| Bruce Bet | ohne Schweizer Bewilligung | keine in der Schweiz anerkannte Bewilligung |
| Playzilla | ohne Schweizer Bewilligung | keine in der Schweiz anerkannte Bewilligung |
| Betwinner | ohne Schweizer Bewilligung | keine in der Schweiz anerkannte Bewilligung |
| BassBet | ohne Schweizer Bewilligung | keine in der Schweiz anerkannte Bewilligung |
| 1Bet | ohne Schweizer Bewilligung | keine in der Schweiz anerkannte Bewilligung |
| BillyBets | ohne Schweizer Bewilligung | keine in der Schweiz anerkannte Bewilligung |
| Wettigo | ohne Schweizer Bewilligung | keine in der Schweiz anerkannte Bewilligung |
| Cloudbet | ohne Schweizer Bewilligung | keine in der Schweiz anerkannte Bewilligung |
Die Tabelle ist die erste ehrliche Antwort auf die Frage nach Auswahl: Es gibt sie kaum. Die zwei einheimischen Veranstalter sind nicht die Kuriosität am Rand, sie sind das Ganze; alles darunter ist Referenz, weil ein Schweizer Publikum diese Namen trotzdem sieht. Die Statusspalte liest sich für die acht ausländischen Marken monoton, weil sie monoton ist – ein ausländisches Papier entfaltet in der Schweiz keine Wirkung.
Ein Wort zu dieser Liste, das kein Buchmacher schön findet. Kein ausländischer Anbieter schützt Schweizer Spielende, weil keine Verbindung zum schweizerischen Sperrregister besteht. Wer sich bei Swisslos produktbezogen sperrt oder eine unbefristete Spielsperre eintragen lässt, sperrt sich bei Bruce Bet, Playzilla, Betwinner, BassBet, 1Bet, BillyBets, Wettigo und Cloudbet nicht mit. Der Gespa-Filter führt ausländische Domains auf einer Sperrliste, die Schweizer Telekom-Anbieter per DNS blockieren; die Betreiber wechseln ihre Adressen binnen Stunden, und die Behörde nennt dieses Domain-Hopping selbst als Problem. Der Filter hinkt dem Markt hinterher, das ist der Sinn seiner Existenz.
Bewilligung, Sperrliste und der Schutz, den nur zwei bieten
Online-Sportwetten sind ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz. Aufsicht ist die Gespa, die Interkantonale Geldspielaufsicht in Bern – nicht die ESBK, die nur die Kasinos beaufsichtigt. Eine Bewilligung braucht zwei Teile: eine Veranstalterbewilligung und eine Bewilligung pro Spiel, und sie «gilt nur in der Schweiz». Ausländische Papiere entfalten danach keine Wirkung, gleich aus welchem Land sie stammen.
Die Schweiz benimmt sich hier ausnahmsweise einmal streng. Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter für Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt. Es gibt keine weitere Bewilligung und keine Liste weiterer bewilligter Buchmacher, weil es keine gibt. Wer in einer Werbeanzeige auf einen dritten «Schweizer Lizenzpartner» stösst, hat entweder eine Verwechslung mit einem Kasino vor sich oder eine Unsauberkeit in der Werbung.
Was zur Rechtslage weiter dazugehört, ist der zweite Teil der Medaille: Seiten ohne Schweizer Bewilligung bieten keinen Schutz. Kein Schweizer Rechtsschutz, keine Verbindung zum Sperrregister, keine Beschwerdeinstanz. Aus Sicht des Veranstalters ist das Geschäft in der Schweiz sogar strafbewehrt – bis zu drei Jahren, im kommerziellen Betrieb bis zu fünf. Der Spielende wird nicht bestraft. Seine Einsätze und Gewinne können aber in einem Verfahren gegen den Anbieter beschlagnahmt werden, und er steht ohne Kontrolle über die Fairness des Programms da.
Aus diesem Grund ist die häufig gehörte Formel «ausländisch, aber gleich sicher» eine Verwechslung. Wer sein Spiel verlieren will, braucht keine Hilfe. Wer es verlieren will, ohne es zu merken, findet im ausländischen Angebot die grössere Auswahl, die höheren Einsatzgrenzen und die schnellere Registrierung. Der Preis dafür ist der Verzicht auf das schweizerische Regime, und über den Preis wird im Klick auf «Registrieren» nicht gesprochen. Nach dem BGS ist die Veranstaltung von Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung strafbar, und das soll es bleiben.
Wer ein Konto eröffnen kann – und wer nicht
Zur Online-Registrierung bei Swisslos braucht es mindestens 18 Jahre sowie Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Swisslos-Vertragsgebiet; es darf keine Spielsperre bestehen, und jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adress-Datenbanken geprüft. Für die Loterie Romande gilt dasselbe in ihren sechs Kantonen. Das Swisslos-Vertragsgebiet umfasst die Kantone Aargau, Appenzell Innerrhoden, Appenzell Ausserrhoden, Bern, Basel-Landschaft, Basel-Stadt, Glarus, Graubünden, Luzern, Nidwalden, Obwalden, St. Gallen, Schaffhausen, Solothurn, Schwyz, Thurgau, Uri, Zug und Zürich, dazu das Tessin und das Fürstentum Liechtenstein.
Für einen Teil der Interessierten ist das Konto nicht knapp, sondern unmöglich. Wer nach einem Umzug aus Deutschland die Anmeldung versucht, bevor die neue Adresse eingetragen ist, wird an der Prüfung scheitern, und das ist keine Härte des Glücksspiels, sondern die Bedingung, unter der die Bewilligung überhaupt erteilt wurde. Für betroffene Grenzgänger ist die Frage also nicht, welcher Anbieter am besten passt, sondern ob überhaupt einer zuständig ist.
Die Sporttip-Limiten und die Erhöhungsfrist
Vor der ersten Sporttip-Teilnahme müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen (Oberlimite CHF 9'999, unter 21 Jahren CHF 1'000). Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Die Differenz zwischen «sofort» und «72 Stunden» ist der eigentliche Mechanismus. Eine Limite, die man am Samstagabend nach drei verlorenen Spielen erhöht, kommt bis Dienstag nicht durch, und genau darum steht die Frist dort.
Bei Sporttip liegt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten bei CHF 1, der Höchsteinsatz bei CHF 1'000 pro Einzel- oder Kombinationswette. Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen – abgelehnt, bevor sie existiert. Wer im Kopf schon mit CHF 2'000 plane, sollte das vorher wissen.
Wichtig für alle, die von ausländischen Angeboten kommen: Die Limiten sind hier keine staatliche Zahl. Der Veranstalter muss gemäss den Vollzugsbestimmungen einen oder mehrere Höchstwerte für tägliche, wöchentliche oder monatliche Einsätze oder Verluste verlangen, aber gesetzt werden sie vom Spielenden selbst. Die Schweiz kennt keine gesetzlich festgeschriebene Einzahlungsobergrenze. Und die Limiten gelten nur für Kunden schweizerisch bewilligter Veranstalter. Bei einem Anbieter ohne Bewilligung gibt es sie nicht, weil niemand sie verlangen kann.
Verlustlimiten, Pausen und der tägliche Zettel
Eine Kombination pro Tag ist keine Leidenschaft, sie ist eine Gewohnheit. Genau das macht sie gefährlich. Wer täglich spielt, verliert selten an einem Abend, aber oft über einen Monat, weil ihn die kleinen Einsätze ruhig aussehen lassen. Die Rechnung oben zeigt, wo das Geld bleibt.
Die wirksamste Bremse, die es hier gibt, kommt deshalb nicht von einer Aufsichtsbehörde, sondern aus dem Spielerkonto selbst. Vor jedem Spiel steht in der Schweiz eine selbst gesetzte Verlustlimite, und der Mechanismus, der sie real macht, ist die 72-Stunden-Frist bei Erhöhungen. Wer diese Frist ausprobiert, statt sie zu fürchten, merkt schnell, dass sie selten stört und manchmal rettet.
Ein Nebeneffekt des schweizerischen Systems ist es, dass es Betriebsblindheit nicht lange duldet. Wer sich bei Swisslos eine unbefristete Spielsperre eintragen lässt, landet in einem schweizweiten Register, das auch für Kasinos einschliesslich Online-Kasinos und im Fürstentum Liechtenstein gilt. Das ist unbequem – und richtig so. Eine Sperre, die nur bei einem Anbieter wirkt und beim nächsten acht Bilder weiter endet, ist ein Beruhigungsmittel und kein Schutz.
Was ein Tageszettel am ehesten kostet, ist nicht der Einsatz, sondern der Überblick. Wer nur ab und zu spielt, weiss nach vier Wochen noch, wie viel er eingesetzt hat. Wer täglich spielt, weiss es nicht mehr – und genau in dieser Lücke verschwinden Beträge, die vorher für etwas anderes gedacht waren. Ein fester Wochenbetrag oder ein Notizvergleich am Zahltag hilft da mehr als Vorsätze. Wer sein Spielverhalten dauerhaft nicht mehr unter Kontrolle hat, findet Beratung bei den kantonalen Suchtberatungsstellen und über die Hilfsangebote, die die Veranstalter selbst unter dem Stichwort Spielerschutz veröffentlichen.
Steuern: warum der Gewinn in der Regel keiner ist
Es ist eine verbreitete Annahme, dass ein Gewinn aus einer Kombination dem Staat gehört. In der Schweiz gilt das Gegenteil, jedenfalls für den typischen Zettel: Gewinne aus einem schweizerisch bewilligten Grossspiel – die ESTV zählt Sportwetten dazu – sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommenssteuerfrei. Der Bundesfreibetrag liegt ab 1. Januar 2026 bei CHF 1'071'000 (2025: CHF 1'070'400). Wer unter diesem Betrag gewinnt, zahlt weder Einkommenssteuer noch Verrechnungssteuer. Der kantonale Freibetrag weicht davon ab, deshalb gilt: je nach Kanton.
Wo die Grenze überschritten wird, zieht der Veranstalter 35 Prozent Verrechnungssteuer ab, und wer den Gewinn in der Steuererklärung angibt, holt sie zurück. Ein Buchhalter, der mit einem Tageszettel über eine Million räumt, hat ein anderes Problem als die Steuer. Wichtiger ist der zweite Teil: Gewinne bei ausländischen Anbietern unterliegen nicht der Verrechnungssteuer, dafür behandelt die kantonale Praxis – Thurgau etwa – Gewinne aus ausländischen Grossspielen als vollständig steuerbares Einkommen, unabhängig von der Höhe. Es gibt in der Schweiz keine Wettsteuer auf Einsätze, und eine zu behaupten, wäre ein Fehler. Für konkrete Fälle gilt: Steuerberater oder die kantonale Steuerverwaltung fragen.
Kombiboost: der Aufschlag auf den Nettogewinn
Sporttip hat als eines der wenigen Produkte am Markt einen Aufschlag, der sich rechnen lässt: den Kombiboost. Er gilt nur online, für Prematch-, Live- und Systemwetten, und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 Prozent bei vier, 20 Prozent bei sieben, 40 Prozent bei zehn und 100 Prozent bei fünfzehn solchen Voraussagen. Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert.
Der Sprung auf 20 Prozent kostet drei zusätzliche Glieder. Das klingt nach einer Stufe, die man einfach mitnimmt, und ist in Wahrheit die grösste Falle im ganzen Programm. Drei zusätzliche Voraussagen mit Mindestquote 1.50 sind drei zusätzliche Möglichkeiten, den ganzen Zettel zu zerstören. Der Aufschlag wirkt nur auf den Nettogewinn – dem Betrag, den es erst gibt, wenn alles eingetroffen ist. Und der Nettogewinn wird seltener, je länger die Kette.
Die Rechnung macht es greifbar. Wer mit vier Voraussagen bei je Quote 1.50 auf einen Einsatz von CHF 20 bei 5 Prozent Aufschlag rechnet, gewinnt nichts, solange die vier Spiele nicht alle eintreffen. Die relevante Zahl ist nicht der Aufschlag, sondern wie oft die Bedingung «mindestens vier Voraussagen à mindestens 1.50» überhaupt erreicht wird – und wie oft eine so aufgebaute Kombination am Ende zu Recht steht. Der Boost macht eine schlechte Wette nicht zu einer guten, er macht sie zu einer mit Aufschlag.
Der Grund für die Stufen liegt offen. Ein Aufschlag belohnt die Kette, in der die Marge – über jedes zusätzliche Glied erneut – schon mehrfach eingezogen wurde. Bei fünfzehn Voraussagen mit Mindestquote 1.50 kassiert der Veranstalter die Marge fünfzehn Mal, der Spielende darf auf den Rest 100 Prozent bekommen. Steht die Quote 1.50 nicht auf dem Zettel, hilft der volle Aufschlag nicht. Nur wer rechnen will, sollte den Boost als das behandeln, was er ist: ein Rabatt auf ein Produkt, das grundsätzlich hohe Trefferrisiken trägt – nie als Grund, drei weitere Spiele aufzuschreiben, die man ohnehin nicht gespielt hätte.
Verwandte Aktionen bei Sporttip sind Quotenboosts und Profitboosts: Quotenboosts gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage, Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert. Und die Regel, die man erst merkt, wenn es zu spät ist: Bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Wer bei einem Profitboost vorzeitig aussteigt, verliert die Erhöhung.
Die Einschränkung am Rand ist der wichtigste Satz zum Kombiboost, gemessen am Abstand zwischen Werbeversprechen und Zettel: Der Aufschlag gilt nur bei Online-Wetten. Wer am Schalter einer Sporttip Verkaufsstelle spielt, hat ihn nicht. Und die Mindestquote von 1.50 je Voraussage verlangt ein Wettprogramm, in dem manche Spiele nicht die Kette erreichen. Eine Promotion für einen Tag im Wettkalender ist keine Strategie – sie ist eine Aktion mit Ablaufdatum, die man nach Datum beurteilt, nicht nach Prozenten.
Cash-Out: die vorzeitige Auszahlung und ihr Preis
Cash-Out gibt es bei Sporttip für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht.
Der Preis ist eingebaut. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden. Man verkauft also eine Chance unter Wert, und zwar sofort, mit einem Preis, den nicht der Spielende bestimmt. Sporttip muss Cash-Out nicht für alle Wetten anbieten, und wer ihn bei einem Markt sucht, den es nicht gibt, sucht vergebens.
Wer das Verlangen nach dem sicheren Abend richtig bewertet, sollte einen Schritt zurückgehen. Eine Kombination, die so viel Bauchschmerzen macht, dass man sie vorzeitig verkaufen will, war beim Aufschreiben zu gross. Die Fähigkeit, einen bestehenden Zettel zu öffnen und gegen etwas Kleineres einzutauschen, ist bequem, aber niemand sollte sie als Sicherheitsnetz planen. Cash-Out sichert nicht den Gewinn, er verkauft die Wahrscheinlichkeit – zu einem Kurs unter dem, was daraus noch werden könnte. Meist ist es besser, die Wette so klein zu halten, dass man sie aussitzen kann.
Ein Cash-Out ist ausserdem kein Verzicht auf die Steuerlogik. Der Betrag zählt zum Guthaben, das auf ein Konto lauten muss.
Wo die Voraussagen stecken bleiben
Die Absicherung hat ihre Grenzen. Swisslos darf in spielentscheidenden Situationen Livewetten mit Quote 1.00 werten – ein Cash-Out während eines laufenden Videobeweises ist zweimal unfair, bei der Quote und beim Ausgang. Und im Livebereich kann eine Position zwischen Ausschlag und Auswertung verschwinden. Wer live kombiniert, plant am besten mit einem Kontingent, das er nicht braucht.
Sporttip als Veranstalter im Test: geschlossene Liste, offene Rechnung
Swisslos ist die Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel. Sie veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019; die Sportwetten laufen unter dem Namen Sporttip. Bewilligt ist das Produkt als Grossspiel mit Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung nach dem BGS, beaufsichtigt von der Gespa. Ein Online-Konto steht nur Personen mit Wohnsitz im Swisslos-Vertragsgebiet offen – die Mehrheit der Deutschschweizer Kantone, dazu das Tessin und das Fürstentum Liechtenstein.
Das Angebot ist gesetzlich geschlossen. Erlaubt sind Wetten auf Sportwetten und nur auf Sport – Wetten auf Wetter, Politik oder TV-Sendungen gibt es nicht. Die zugelassenen Sportarten, Wettbewerbe und Wetten stehen in einer Liste der Gespa: Qualifikationsrunden nur, wenn sie aufgeführt sind, Frauenwettbewerbe nur, wenn sie aufgeführt sind, Ranglistenwetten nur, wenn die Rangliste über die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb oder über das Podest entscheidet – Wetten auf Trainingsläufe nie. Ecken- und Kartenmärkte sucht man ebenso vergebens wie einen Esport-Bereich. Veranstaltungen, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind gesperrt.
Diese Enge ist der Preis der Bewilligung und gleichzeitig ihr Vorteil. Wer auf ein Kartenspiel im Testspiel einer Reservemannschaft setzen will, findet hier nichts. Wer einen Anbieter sucht, der die Regeln offenlegt, findet in den Spielregeln Version 4.2 so ziemlich jede Eventualität geregelt: von der Absagefrist über die Kombination abhängiger Ereignisse bis zur Geltendmachung des Gewinns innerhalb von 26 Wochen nach der öffentlichen Bekanntmachung der Wettauswertung. Wer länger wartet, verliert den Anspruch zugunsten des Swisslos-Zwecks; eine Einsprache gegen eine verweigerte Auszahlung erfolgt innert 10 Tagen per eingeschriebenem Brief.
Dazu kommt die ganze Dienstleisterkette in einem Haus. Einzahlungen ins Spielguthaben laufen über eine Online-Zahlungsmöglichkeit oder einen Einzahlungsschein, Mindestbetrag CHF 20; in 30 Tagen sind höchstens CHF 10'000 möglich, und gekauft werden kann nur, solange das Guthaben CHF 9'999 nicht übersteigt. Auszahlungen gehen auf ein auf den eigenen Namen lautendes Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto, die ersten beiden innerhalb von 365 Tagen kostenlos, danach kann eine Kommission von 3 Prozent anfallen (Überweisung innert 5 bis 10 Arbeitstagen). Gratisspielguthaben aus Promotionen ist nicht auszahlbar. Gewinne bis CHF 1'000 pro Spielbestätigungsquittung landen automatisch im Wallet, darüber innert 3 Arbeitstagen auf dem Konto. Wer sein Konto mit PostFinance Pay auflädt, bestätigt die Transaktion direkt in der PostFinance App.
Die Kehrseite derselben drei Namen ist die Fusion von Spiel- und Zahlungsbeziehung. Wer sein Sporttip-Guthaben ausgibt, gibt es beim gleichen Haus aus, das ihm später die Auszahlung prüft – und der Weg dorthin ist klein gedruckt. Zwischen Wallet, Limiten und Selbstsperre gibt es für einen Vielspieler viele Hebel, aber alle in derselben Hand.
Fazit: Sporttip ist der Anbieter mit der saubersten Regelbasis und der engsten Auswahl. Der Kombiboost ist der ehrlichste Aufschlag am Schweizer Markt, weil er offen sagt, bei wie vielen Gliedern er greift – und der teuerste, wenn man die Ketten dafür streckt. Für Deutschschweizer ohne Konto bei einem ausländischen Anbieter bleibt es bei einem: Wer eine Kombination heute spielen will, hat ausser Sporttip nur dann eine Alternative, wenn er in einem Westschweizer Kanton wohnt.
Jouez Sport als Veranstalter im Test: derselbe Auftrag, andere Zahlen
Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Sie nennt als Kontaktadresse die Avenue de Provence 14 in 1001 Lausanne, zählt 2'350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende. Bewilligt ist auch Jouez Sport als Grossspiel mit Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung nach dem BGS, unter Aufsicht der Gespa, und ein Online-Konto steht nur Personen mit Wohnsitz in ihrem Gebiet offen.
Die Unterschiede liegen in den Zahlen, nicht in der Rechtsform. Bei Jouez Sport beträgt der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette CHF 300'000, für alle Gewinne eines Multiples zusammen CHF 1'000'000. Eine Kombiwette umfasst 2 bis 10 Voraussagen. Die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombi muss mindestens 1.10 betragen und darf 100'000 nicht übersteigen.
Das sind die Grenzen, die in der Praxis zuerst auffallen. Zwei Voraussagen und zehn Voraussagen sind die äusseren Enden – fünfzehn Glieder, für die ein deutschschweizerischer Kombiboost-Jäger schwärmen könnte, gibt es hier gar nicht. Wer aus einem Zettel mit zwölf Spielen eine Rettung bauen will, merkt das Limit beim Ausfüllen und nicht beim Auswerten. Die Untergrenze von 1.10 schliesst das Kuriositäten-Kombinieren aus, bei dem man praktisch risikofreie Glieder aneinanderhängt, um über eine höhere Gesamtquote zu kommen.
Der Auszahlungsdeckel ist der eigentliche Kostenpunkt. Bei CHF 300'000 pro Wette hören die Gewinne auf, egal wie gut die Kette aufgeht. Wer zehnmal Quote 2.00 stapelt – ein Zettel, der in der Theorie zweistellige Millionenbeträge ergeben kann –, sieht davon nichts. Kein Skandal: Niemand setzt CHF 1 auf einen solchen Zettel und rechnet mit der Auszahlung. Aber wer grosse Kombinationen als Plan und nicht als Unterhaltung begreift, muss den Deckel kennen, bevor er den Zettel ausfüllt und nicht danach.
Wie die Loterie Romande ihre Verkaufsstellen, Limiten und Zahlungswege im Detail regelt, steht im Règlement Jouez Sport in seiner 17. Ausgabe. Wer als Deutschschweizer über das Westschweizer Produkt nachdenkt, stellt zuerst die Wohnsitzfrage und erst danach die Quotenfrage. Das ist unbequem, aber es ist die Reihenfolge, die das Recht vorgibt.
Fazit: Der Deckel auf CHF 300'000 pro Wette ist keine Kleinigkeit, sondern die Grenze, an der Jouez Sport für Spieler mit grossen Kombinationsplänen ausfällt. Die Zehner-Obergrenze und die Mindestquote von 1.10 sind dagegen vernünftige Leitplanken, die genau das verhindern, was in Kombinationen am meisten Schaden anrichtet: die grenzenlos gestreckte Kette.
Die ausländischen Marken: warum sie auf dieser Liste stehen
Wer täglich nach Kombiwetten sucht, stösst unweigerlich auf Namen wie Bruce Bet, Playzilla, Betwinner, BassBet, 1Bet, BillyBets, Wettigo und Cloudbet. Keiner davon hat eine Schweizer Bewilligung. Keiner ist in der Schweiz als Veranstalter zugelassen. Ein ausländisches Papier entfaltet in der Schweiz keine Wirkung, gleichgültig aus welchem Land es stammt, und keine dieser Marken ist mit dem schweizerischen Sperrregister verbunden. Ein Schweizer Werbeverbot gilt für sie, und deshalb werden sie hier beschrieben und eingeordnet, nicht empfohlen.
Der Punkt ist nicht, dass dort alles schlecht wäre. Der Punkt ist, dass bei diesen acht Namen der Vergleich anders funktioniert als bei den zwei einheimischen. Verglichen werden Immunitätsfragen, nicht Prozente: keine Verbindung zur Spielsperre, kein Schweizer Rechtsschutz. Bei einem Namen wie Wettigo oder BillyBets, die über die deutsche Sprache an deutschsprachige Spieler herantreten, wissen das viele nicht.
Und deshalb hier, einmal ausgesprochen: Wer sich entscheidet, bei einer dieser Marken zu spielen, trifft eine Entscheidung mit anderen Folgen als ein Konto bei Swisslos. Das ist keine Warnung, sondern eine Tatsache, die in der Werbung fehlt. Bei einer Marke wie Cloudbet gibt es noch nicht einmal eine belastbare Aussage über eine Bewilligung, die in der Schweiz etwas wert wäre, weil keine ausländische Bewilligung in der Schweiz etwas wert ist.
Für die Beurteilung heisst das: Der Vergleich zwischen diesen acht und den zwei Schweizer Veranstaltern kann nur nach einem Kriterium geführt werden, das auf alle zutrifft – ob der Anbieter in der Schweiz überhaupt zuständig ist. Alle acht sind es nicht. Der Rest ihres Angebots ist in diesem Rahmen nicht beurteilbar, und zwar nicht, weil diese Liste es nicht wüsste, sondern weil kein Vergleich möglich ist, ohne die Zuständigkeitsfrage zu umgehen.
Wer trotzdem hinschaut, sollte wenigstens wissen, was in der Schweiz gilt. Wer hier dauerhaft spielt und die Begrenzung seiner Einsätze ernst nimmt, findet die Werkzeuge dafür nur bei den Veranstaltern nach BGS. Bei allen acht fehlen Limiten, Mindestquoten, Deckel, Limitfristen und der ganze Apparat dieser Seite. Wer sich über die Gespa sperrt, sperrt sich nur bei Swisslos und der Loterie Romande.
Fazit: Diese acht Namen sind Anschauungsmaterial, kein Ersatz für die zwei Schweizer Veranstalter – und wer glaubt, er finde dort die freiere Version desselben Angebots, tauscht die Wahlfreiheit gegen die Rechtsposition ein. Der Rest des Markenschattens ist Verkaufsversprechen ohne Schweizer Zuständigkeit.
Wie Kombiwetten-Tipps heute aus Form und Statistik entstehen
Eine Kombination entsteht in der Praxis nicht aus einem Bauchgefühl, sondern aus einem Verfahren, das man in einem halben Jahr verlernt, wenn man es nicht übt. Es beginnt mit Kriterien: die Formkurve einer Mannschaft über die letzten Begegnungen, die direkten Duelle, ein paar statistische Grössen wie Tore pro Spiel oder Heimbilanz. Dann folgt der Teil, den die meisten überspringen: die Quote. Eine Vorhersage ist erst dann eine Wette, wenn der Preis daneben stimmt.
Die wichtigste Frage beim Bau eines Zettels ist nicht, wer gewinnt. Sie lautet: Was ist wahrscheinlich, und was zahlt der Markt dafür? Wenn die Einschätzung eines Ereignisses bei etwa 48 Prozent liegt und die Quote 2.10 zahlt, ist das Produkt aus Wahrscheinlichkeit und Auszahlungspfad grösser als beim Einsatz; liegt die Einschätzung bei 40 Prozent, ist es das selbst bei Quote 2.30 nicht. Genau das ist der Value-Bet im Kern. Wer ihn beschreiben will, braucht kein Geheimwissen, sondern eine eigene Zahl, die neben der Quote Bestand hat. Die Quote selbst liefert diese Zahl nicht.
Und hier liegt die eigentliche Schwierigkeit der Kombination: Value-Bets, die einzeln schon knapp sind, sind in der Kette nicht mehr knapp, sondern dünn. Wer zehn Glieder hat, von denen je zwei bis drei Prozent Wertvorteil vorhanden sein sollen, muss in jedem einzelnen richtig liegen. Der kleine Vorteil eines einzelnen Glieds versinkt in der Wahrscheinlichkeit, dass alle eintreffen.
Alles weitere ist Disziplin. Wer für einen Tag plant, dann fünf Tage pausiert und dann vier Tage hintereinander spielt, produziert keine Strategie, sondern eine Statistik über sich selbst.
Das ist der Teil, den man auf Sporttip und Jouez Sport nicht vergessen darf: Der Markt ist eng. Auf den deutschen Fussball oder die Champions League gibt es Kombinationen genug. Auf die zweite Bundesliga, die Premier League oder den Super Bowl wird man einzelne Voraussagen finden, und die Kombination daraus kann man sich zusammenstellen. Mehr als die zugelassenen Wettbewerbe ist nicht drin. Wer nach Kombinationen sucht, die es in der Schweiz nicht gibt, findet dafür Anbieter, die es in der Schweiz nicht geben dürfte.
Die Reihenfolge in der Arbeit an einem Tageszettel ist deshalb eine andere als die Erwartung. Zuerst die Limite – sie steht vor der ersten Teilnahme fest und nicht dann, wenn der Zettel schon aussieht wie ein Gewinn. Dann der Spieltag, dann die Kriterien, dann die Quote. Wer die Wette anschliessend nicht über eine oder zwei Begegnungen hinaus aufbaut, die er tatsächlich verfolgen kann, spielt nicht weniger, sondern bewusster. Eine Kombination aus vier Partien, deren Verlauf man kennt, ist eine andere Sache als eine aus vierzehn, deren Ergebnisse man erst am Sonntag zusammenrechnet.
Warum kein Tipp für heute sicher sein kann
Ein Kombiwetten-Tipp für heute ist eine begründete Annahme über den Ausgang. Das ist keine Bescheidenheit, sondern eine Beschreibung der Sache. Die Gesamtquote ist das Produkt von Einzelquoten und drückt keine Sicherheit aus, sondern eine Auszahlung im Fall des Eintreffens. Wer «sichere Kombiwetten» sucht, sucht nach einem Produkt, das die Kombination gerade nicht hergibt.
Die praktische Folge für einen Zuschauer ist unangenehm: Solange die Wette läuft, kann man nichts tun ausser zusehen. Verletzungen, Platzverweise, Videobeweise und ein Tor in der Nachspielzeit liegen ausserhalb jeder Formtabelle. Eine Voraussage kann aus einem Spielfeldrand-Grund nicht zur Ruhe kommen, und in der Kombination ist es genau dieser eine Grund, der den ganzen Zettel kostet.
Aus diesem Grund ist der einzige Tipp, der in einem Ratgeber nichts falsch macht, ein Verfahren: klein, bewusst, mit einer Vorab-Limite und ohne die Erwartung, dass ein Abend das nächste Mal bezahlt. Wer sein Konto über zwölf Monate betrachtet, kennt die Antwort auf die Frage, ob die Kombination ein Zubrot ist. Meistens ist sie es nicht.
Was der Kombiboost kostet, wenn man ihn ernst nimmt
Die Werbung verkauft den Kombiboost als «mehr Gewinn». Der Zusatz «auf den Nettogewinn» steht dabei in den Regeln und nicht im Werbetitel. Genau genommen ist der Boost damit kein Aufschlag auf den Einsatz, sondern ein Aufschlag auf ein Resultat, das erst eintreten muss. Und der Sockel dieser Bedingung ist der Mindestbetrag von 1.50 pro Voraussage.
Wer die Zahlen nebeneinander legt, sieht, was der Aufschlag kostet. Bei vier Voraussagen mit Mindestquote 1.50 liegt die Untergrenze für den vollen Aufschlag bei rund 5.06 in der Gesamtquote. Bei fünfzehn solchen Voraussagen sind es über 438. Der Aufschlag steigt in derselben Richtung wie die Gesamtquote, und beides folgt derselben Vervielfachung. Das ist die eigentliche Message des Kombiboost und der Grund, warum «100 Prozent bei fünfzehn Voraussagen» das Nettogewinn-Versprechen einer Aktion und nicht das Kleingedruckte eines Produkts ist – der Nettogewinn kommt mit einer Chance, die der Aufschlag nicht kauft.
Wer einen solchen Aufschlag ehrlich bepreisen will, rechnet mit dem Erwartungswert. Es gibt keine veröffentlichte Zahl zur Frage, wie oft eine Fünfzehner-Kette aus Mindestquoten tatsächlich aufgeht. Die Bandbreite, die man aus der Sache selbst herausziehen kann, ist die, die in der vorigen Passage steht: mit jeder Voraussage mehr unterschreitet das Produkt die Marke, bei der aus einer Wette ein realistischer Plan wird. Der Kombiboost belohnt nicht die Vorhersage, sondern die Länge. Und Länge ist das, was der Buchhalter am liebsten verkauft.
Deshalb sollte man den Mindestquote-Wert als das lesen, was er ist: die Untergrenze, ab der die Aktion zählt, und nicht die Untergrenze, ab der es sinnvoll ist, die Kette zu verlängern. Wer zwei Spiele zusammenrechnet, die er sowieso gespielt hätte, und dann auf einen Aufschlag verzichtet, hat den gleichen Erwartungswert wie vorher minus eine Ausgabe. Wer drei zusätzliche Spiele aufnimmt, um eine Stufe nach oben zu kommen, kauft sich einen Aufschlag mit einer zusätzlichen Verlustchance.
Für die Zeit nach dem Boost gibt es die Erhöhung. Der Kombiboost verlangt Bedingungen am Zettel; die verwandten Quoten- und Profitboosts gelten für Prematch-Einzelwetten und definierte Sportereignisse. Sie sind pro Wettenden nur einmal nutzbar – also die Kategorie «heute mitnehmen, morgen ist es weg», nicht die Kategorie Strategie.
Was ein Gratisspielguthaben in der Schweiz ist – und was nicht
In der Schweiz ist Gratisspielguthaben vor allem ein aufsichtsrechtlicher Begriff. Freispiele oder Gratisguthaben brauchen die vorherige Zustimmung der Gespa; 2025 hat die Aufsicht 24 Zustimmungen an die Loterie Romande und 8 an Swisslos erteilt. Der Vorbehalt gilt der Verkaufs- und Werbewirkung: Aktionen, die den ersten Einsatz erstatten, dürfen nicht zum Anspielen von Personen mit erhöhtem Risiko missbraucht werden.
Die Schweiz kennt also keine Bonuskultur wie sie der ausländische Markt pflegt. Was bei Swisslos passiert, ist eine Einzahlung in das Wallet und nicht ein Bonus mit Umsatzbedingungen; die Aktionen der Veranstalter sind klein, limitiert und heissen Preisaufschlag oder Guthabenaufschlag. Bei einer Marke ohne Bewilligung gilt dagegen ein Geschäftsmodell, das die schweizerische Regel gerade nicht kennt. Wer sein Konto dort mit einem Bonus anlegt, finanziert den Anbieter, den die Schweiz lieber blockiert hätte.
Wer sich in diesem Umfeld trotzdem einen Bonus ansieht, sollte nicht auf den Prozentsatz schauen, sondern auf drei Zeilen im Kleingedruckten. Erstens: Gilt die Aktion nur online und nur für Prematch? Zweitens: Welche Mindestquote verlangt jede Voraussage? Drittens: Bis wann? Diese drei Zeilen sind es, die für die Verbindung von Einsatz und Quote das sind, was die Gesamtquote für die zweite Frage ist: der Multiplikator, den man nicht sieht.
Bei den Schweizer Veranstaltern ist der wichtigste Bonus in diesem Wert, dass es wenig Bonus gibt. Der Kombiboost ist bepreisbar und an ein Konto bei einem Anbieter mit Schweizer Bewilligung gebunden. Wer mit Gutschein-Werbung auf einem ausländischen Portal vergleicht, vergleicht dabei nicht zwei Auszahlungen, sondern zwei Rechtsordnungen.
Häufige Fragen zu Kombiwetten
Warum kann ein Kombiwetten-Tipp für heute nicht als sicher gelten?
Weil eine Kombination das Produkt ihrer Einzelwahrscheinlichkeiten ist. Je mehr Voraussagen zusammengebündelt werden, desto kleiner wird der Anteil der Fälle, in denen alle eintreffen. Die Quote zeigt nur, was im Fall des Eintreffens ausgezahlt wird. Form, Statistik und direkte Duelle reduzieren die Unsicherheit, aber sie heben sie nicht auf.
Wie funktioniert eine Kombiwette, und wie entsteht sie aus Form, Statistik und Quoten?
Zwei bis zehn Voraussagen werden zu einer Wette verbunden, alle müssen eintreffen, und die Gesamtquote ist das Produkt der Einzelquoten. Die Auswahl folgt der Form und den Zahlen; die Quote entscheidet dann, ob der Preis den Aufbau rechtfertigt. Einzelwette, Kombination und Systemwette unterscheiden sich in der Zahl der Verbindungen und im Verlustrisiko.
Was ist ein Value-Bet, und wie erkennt man ihn?
Ein Value-Bet liegt vor, wenn die eigene Einschätzung der Wahrscheinlichkeit höher ist als die Wahrscheinlichkeit, die in der Quote steckt. Erkennbar wird das nur, wenn man sich vor dem Blick auf die Quote eine eigene Zahl bildet. In einer Kombination wird dieser Vorteil schnell dünn, weil er in jedem einzelnen Glied vorhanden sein muss.
Wie berechnet sich der Gewinn einer Sporttip-Kombination?
Der Gewinnbetrag ergibt sich aus Einsatz mal Gesamtquote, wobei die Gesamtquote das Produkt der Einzelquoten ist. Sporttip rundet das Ergebnis zuerst auf zwei Nachkommastellen auf und dann auf fünf Rappen ab. Bei einer Kombination aus dem Einsatz CHF 20 und Quoten um 2.00 liegt der mögliche Nettogewinn entsprechend über dem Einsatz.
Kann man mit täglichen Kombiwetten Geld verdienen?
Die Kombination trägt die Marge jedes enthaltenen Marktes mit, und der Zeitaufwand kommt hinzu. Über längere Zeit ist das Ergebnis für die grosse Mehrheit negativ, weil das Spiel nicht als Einnahmequelle gedacht ist und die Kosten in jeder Wette stecken. Wer ein Einkommen sucht, sucht es besser anderswo.
Wie helfen selbst gesetzte Verlustlimiten bei täglichen Wetten?
Sie legen die Summe vorher fest, die ein Spieltag höchstens kosten darf. Bei Swisslos sind Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage vor der ersten Teilnahme Pflicht; eine Senkung wirkt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Diese Frist nimmt dem spontanen Nachlegen nach einem verlorenen Abend die Wirkung.
Dieser Beitrag wurde vom Team von Kombitipps Heute erstellt.
